Mach mal eben ein kleines Experiment. Geh zu ChatGPT und frag es dasselbe, was ein Kunde fragen würde. Also zum Beispiel: Welchen guten Dachdecker gibt es in Bonn? Oder: Welche Steuerberatung im Rhein-Sieg-Kreis kannst du empfehlen? Und dann schau, ob dein Name fällt.

Bei den meisten Unternehmen fällt er nicht. Und das ist ein Problem, das größer ist, als es im ersten Moment aussieht.

Der blinde Fleck

Das Tückische daran ist, dass du davon nichts mitbekommst. Wenn dich bei Google jemand nicht findet, siehst du das irgendwann in deinen Zahlen. Wenn dich eine KI nicht nennt, passiert das komplett im Verborgenen. Der potenzielle Kunde fragt ChatGPT, bekommt drei andere Namen genannt, ruft einen davon an, und du erfährst nie, dass es diese Anfrage überhaupt gab.

Es ist verlorenes Geschäft, das keine Spur hinterlässt. Du kannst es nicht in einem Bericht sehen, du kannst es nicht nachverfolgen. Es findet einfach ohne dich statt. Und genau deshalb ist es so gefährlich, denn was man nicht sieht, kümmert einen meistens auch nicht. Bis es zu spät ist.

Warum die KI dich übersieht

KI-Systeme wie ChatGPT ziehen ihr Wissen aus dem, was im Internet über dich zu finden ist. Sie schauen, wer du bist, was du machst, was andere über dich sagen und wie klar und eindeutig diese Informationen sind. Wenn dein Unternehmen im Netz nur verschwommen greifbar ist, wenn nirgends klar steht, was genau du anbietest und wo, dann kann die KI dich schlecht einordnen. Und was sie nicht sauber einordnen kann, empfiehlt sie nicht.

Viele Unternehmen haben genau dieses Problem. Ihre Website erwähnt zwar, was sie tun, aber oft in Marketingsprache, die schön klingt und wenig aussagt. Es fehlen klare Fakten. Es fehlen Erwähnungen an den richtigen Stellen. Es fehlt die eindeutige Verbindung zwischen dem Unternehmen, seiner Leistung und seinem Standort. Für einen Menschen ist das oft noch erkennbar. Für eine Maschine wird es zum Ratespiel, und im Zweifel rät sie zu jemand anderem.

Was eine KI nicht klar versteht, kann sie nicht empfehlen. So einfach ist das.

Was das mit GEO zu tun hat

Für dieses Problem gibt es inzwischen einen eigenen Begriff. Er heißt GEO, kurz für Generative Engine Optimization. Klingt kompliziert, meint aber nur: dafür zu sorgen, dass du in den Antworten von KI-Systemen vorkommst. So wie SEO dich bei Google sichtbar macht, macht GEO dich in ChatGPT, Perplexity und den KI-Antworten von Google sichtbar.

Und nein, das ist kein Trick und kein Einkauf. Man kann sich nicht in ChatGPT hineinkaufen. Was man tun kann, ist dafür zu sorgen, dass die Informationen über das eigene Unternehmen so klar, sauber und vertrauenswürdig sind, dass die KI einen von selbst nennt. Das ist die ehrliche Variante, und es ist die einzige, die funktioniert.

Was du konkret tun kannst

Der erste Schritt ist immer, überhaupt hinzuschauen. Teste selbst, ob und wie du in den KI-Systemen auftauchst. Frag sie Dinge, die deine Kunden fragen würden. Schau, wer genannt wird und wer nicht. Das gibt dir ein erstes Gefühl dafür, wo du stehst.

Danach geht es darum, das Fundament in Ordnung zu bringen:

  • Klar und eindeutig auf deiner Seite sagen, wer du bist, was du machst und für wen
  • Die wichtigsten Fakten so darstellen, dass sie eine Maschine leicht greifen kann
  • Dafür sorgen, dass an den richtigen Stellen im Netz über dich gesprochen wird
  • Inhalte anbieten, die echte Fragen deiner Kunden beantworten

Das Gute ist, dass diese Arbeit doppelt zahlt. Sie macht dich nicht nur in KI-Suchen sichtbar, sondern hilft auch deinem klassischen Google-Ranking. Du baust also nicht an zwei Fronten, sondern legst ein Fundament, das überall trägt.

Der Vorsprung liegt gerade auf der Straße

Ich sag es ganz offen: Genau jetzt ist der beste Moment, sich darum zu kümmern. Nicht weil es dringend brennt, sondern weil kaum jemand es tut. Deine Konkurrenz ist in den KI-Suchen mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso unsichtbar wie du. Wer als Erster dafür sorgt, genannt zu werden, sichert sich einen Platz, der später hart umkämpft sein wird.

Es ist ein bisschen wie mit Google vor zwanzig Jahren. Die, die früh verstanden haben, worauf es ankommt, haben sich Positionen gesichert, die andere nie wieder eingeholt haben. Bei der KI-Suche stehen wir genau an diesem Punkt. Nur diesmal weißt du es vorher.

Ein kleiner Realitätscheck zum Schluss

Bevor du jetzt losläufst: Nicht jede Branche ist gleich stark betroffen. Wenn deine Kunden dich fast nur über Empfehlungen finden, ist der Druck geringer. Aber selbst dann lohnt sich der Blick, denn Empfehlungen holen sich Menschen heute eben auch bei einer KI. Und wenn dort dein Name nicht fällt, geht dir genau die Art von Weiterempfehlung durch die Lappen, auf die du sonst gebaut hast.

Der ehrlichste Rat, den ich dir geben kann, ist deshalb einfach: Schau hin. Teste, ob du genannt wirst. Wenn ja, prima, dann bist du weiter als die meisten. Wenn nein, dann weißt du jetzt wenigstens von deinem blinden Fleck, statt ihn zu übersehen. Und einen blinden Fleck kann man beheben. Übersehen kann man ihn nur so lange, bis er wehtut.

Wenn du wissen willst, ob und wie du in den KI-Suchen auftauchst, teste es gern selbst. Und wenn du es systematisch angehen willst, dann lass uns reden. Wir schauen uns an, wo du stehst, und sagen dir ehrlich, was möglich ist.

Wirst du von der KI genannt?

Wir testen, ob und wie du in ChatGPT und Co. auftauchst und zeigen dir, wo die Lücken sind.

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